Vergesellschaftung unter Bartagamen

Bartagamen sind  Einzelgänger. Sie sind es also gewohnt alleine durch die Gegend zu streifen und brauchen nicht die Gesellschaft anderer Tiere. Sie fühlen sich in keiner Weise einsam, wenn sie alleine in einem Terrarium gehalten werden und brauchen keinen Partner um glücklich zu werden, egal was die Zoohandlung von nebenan erzählt.

Vergesellschaftungen unter Bartagamen sind allenfalls innerhalb der selben Art möglich. Dabei kommt es jedoch auf die Konstellation der Gruppe an.

Beim Zusammenstellen einer Gruppe sollte darauf geachtet werden, dass alle Tiere ca. die gleiche Größe haben, ansonsten kann es sein, dass kleinere Tiere gefressen werden. Das Alter ist dabei nicht ausschlaggebend.

Eine Gruppe kann bestehen aus:

  • Beliebig vielen weiblichen Tieren, wobei auch da darauf zu achten ist, dass keines der Tiere unterdrückt wird und es nicht zu Beißereien kommt.
  • EINEM Männchen und beliebig vielen Weibchen , wobei dies mindestens zwei sein sollten , da das Männchen sonst das einzelne Weibchen während der Paarungszeit so stark unter Stress setzen könnte, dass es anfälliger ist für Erkrankungen.
     
Eine Gruppe sollte nach Möglichkeit immer gleichzeitig ins Terrarium eingesetzt werden , da  sonst das vorher eingesetzte Tier das Terrarium sein alleiniges Revier nennt und jeden Eindringling vertreiben will. Wenn man eine neue Bartagame zu einer bestehenden Gruppe oder einem einzelnen Tier setzen möchte, sollte man das Terrarium umgestalten und erst den Neuzugang reinsetzen, damit diesem das Terrarium schon vertraut ist, bevor er auf die anderen trifft.

Wichtig ist, die angemessene Terrariengröße und die Einrichtung der Bartagamen-Gruppe anzupassen.

Anfänger sollten am besten IMMER mit EINEM Tier ins Terrarienleben starten, um Komplikationen zu vermeiden, die aus der Gruppenhaltung entstehen.


Sollte doch der Fehler gemacht worden sein und eine falsch zusammengestellte Gruppe entstanden sein, ist das Verhalten verstärkt zu beobachten. Bei Beißereien oder Verdacht auf Unterdrückung sollte man nicht lange zögern und die Tiere notfalls trennen. Unterdrückung zeigt sich oft darin, dass eine Bartagame nicht richtig wächst, schlecht frisst und möglicherweise dunkler gefärbt ist. Durch den Stress ist das unterdrückte Tier auch anfälliger gegenüber Krankheiten.

Bartagamen GruppeBilder wie dieses heißen in keinem Falle dass sich die Agamen zwangsweise mögen, sie wollen alle nur unter den beliebtesten Sonnenplatz.

Um Konflikte von Vornherein zu vermeiden, ist es sinnvoll bei der Terarrienplanung zu beachten , dass nach Möglichkeit jedes Tier einen eigenen Sonnenplatz zur Verfügung hat. Außerdem ist es besonders bei der Haltung von mehreren Tieren wichtig, dass die Tiere sich aus dem Weg gehen können. Es sollte also ausreichend Versteckmöglichkeiten geben.

Vergesellschaftung mit anderen Arten

Von der Vergesellschaftung von Bartagamen mit anderen Tieren ist grundsätzlich abzuraten!
Alleine wegen der verschiedenen Haltungsbedingungen ist es oft unmöglich, diese in einem Terrarium unterzubringen.

Ein Partner, der für eine Vergesellschaftung gegebenfalls in Frage kommt , ist die Kragenechse. Diese ist aber nur in zimmergroßen Terrarien von Profis durchzuführen.

In jedem Falle ist eine Vergesellschaftung mit anderen Rassen mit hohem Stress für beide Tiere verbunden.