Schaben züchten, wie gehts!?!
Wie züchtet man Schaben? (Blaptica Dubia)
Boxen Generell:
Es eignen sich generell alle Plastikboxen mit glatter Oberfläche, da Blaptica Dubias keine Scheibenläufer sind, was heißt, dass sie nicht auf glatten Flächen Halt finden bzw. laufen können.
Für ca. 500 Stk. sollte es eine Box mit den Maßen 35x22x27cm (LxBxH) sein (die Samla Boxen von Ikea sind günstig und eignen sich super). Es gibt die Boxen auch im Baumarkt mit gut abschließbaren Deckeln und in verschiedenen Größen. Für eine gute Zucht sollte ein dichter Besatz in den Eierkartons sein, denn die Schaben schaffen hier ihr eigenes „Klima“ und so vermehren sie sich am besten.
Bild Nr. 1

Die Deckel der Boxen sollten zur Hälfte bis ¾ der Fläche mit Alugaze bearbeitet sein, so dass genügend Luftzirkulation vorhanden ist.
Die gewünschte Fläche für das Gaze wird aus dem Deckel ausgeschnitten, das Gaze wird ca. 1cm größer zurechtgeschnitten und dann mit Hilfe eines Lötkolbens in den Plastikdeckel eingeschmolzen (siehe Bild 1 oder 2)
Bild Nr. 2

Was in eine Box nie fehlen sollte, ist eine Dochttränke! Es werden auch Insektengel oder Wasserschwämme benutzt die aber sehr leicht verschmutzen und daher Bakterien und Keimen eine große Angriffsmöglichkeit bieten.
Eine Dochtränke ist leicht zu reinigen und das Wasser verschmutzt nicht so leicht bis gar nicht! Sie ist simpel im Aufbau:
Man nehme eine Plastikschüssel oder Becher mit Deckel, bohre ein Loch in den Deckel mit ca. 5mm Durchmesser und stecke einen Zopf aus Baumwolle hindurch. Wasser rein und fertig! Man sollte echte Baumwolle nehmen, denn das synthetische Zeugs zieht das Wasser nicht so schön nach oben. Das Ganze funktioniert dann wie eine „Öllampe“
Bild Nr. 3 und 4, 22, 23




Als Versteckmöglichkeiten eignen sich am besten Eierkartons, (bekommt man in Bäckereien oder Lebensmittel märkten geschenkt). Man kann auch Tonscherben, umgedrehte Blumentöpfe, Holz, Höhlen etc. nehmen, welche natürlich wieder Arbeit beim Reinigen machen… „dreckige Eierkartons raus, neue rein, fertig“
Bild. 5,6 und 7



Als Futterschalen eignen sich super die lasierten Tonschalen.
Bild Nr. 8,

Der Bodengrund kann wahlweise aus ungedüngter Erde oder Einstreu bestehen bzw. sogar weggelassen werden. Es kommt auf den Einsatz an, welche die Box haben soll: Zucht bzw. Aufbewahrungsbox oder eine spezielle Aufzuchtbox.
Die Temperaturen in den Boxen sollten sich bei ca.25-30° C halten. In der Nacht darf es auch kühler werden. Es sollte aber die 15°C nicht unterschreiten und nicht über 30° C hinausgehen, da dann keine hohe Lebenserwartung zu erwarten ist. Optimal wäre eine Tagestemperatur von 27°C und nachts 18°C. Es ginge, die Schaben in Heizungsräumen oder generell an warmen Plätzen zu stellen, um die Temperaturen zu schaffen. Es genügt auch eine Halogenlampe (Schreibtischlampe) in die Box zu richten!
Oder man baut sich gleich einen kleinen Schaben Schrank, wo durch Halogenspots die Wärme in den Boxen erzeugt wird! Am besten man lässt den Spot auf eine Seite der Box scheinen, so das sich auch wärmere und kühlere Zonen in der Box bilden können. So können sie sich aussuchen wo sie lieber sind! Hab schon Schaben gesehen, die regelrecht ein Sonnenbad unter dem Spot nehmen,
Hier ein Paar Bilder die das ganze veranschaulichen. Bilder zeigen mehr als viele Worte berichten können.
Bild Nr. 15, 16, 17, 18, 19, 20, 21




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Zucht bzw. Aufbewahrungsbox:
Generell kann man Zucht oder Aufbewahrungsboxen ohne Bodengrund benutzen, es muss nicht sein. Was z.B bei einer Aufbewahrungsbox gut kommt: Kein Suchen, kein Verkriechen…. schnelles Reinigen…
Bild Nr. 9 und 10


Bei einer Zuchtbox eignet es sich sehr gut, wenn man den Boden mit ca. 5-10mm Hamsterstreu bedeckt. Das gute an der Schicht ist, dass sich die Jungen auch aus dem Eierschachteln raus trauen und sich in der ganzen Box verteilen. So kann man Sie schnell fangen. Es ist nicht unbedingt notwendig, die Jungen von den Adulten zu trennen. Hierbei gibt es einen kleinen Trick:
Abseits der geschichteten Eierkartons mehrere kleine umgestülpte Kartons auf dem Einstreu verteilen, die man leicht rausnehmen kann. Hier treffen sich meistens viele Junge. Das gute ist, man kann den adulten Zuchtschaben ihren Frieden lassen. Was auch wichtig ist, dass man nicht jeden Tag die Anzuchtschaben in Ihren Verstecken stört. Einfach in Ruhe lassen - die Jungen zeigen sich dann in den separaten Eierschachteln!
Bild Nr. 11 und 12


Aufzuchtbox:
Bei einer solchen Box eignet sich sehr gut Torf - und ungedüngte Erde vermischt mit Hamsterstreu. Hierbei geht es darum den jungen Schaben Grab- und anderweitige Versteckmöglichkeiten zu bieten als die Eierkartons. Und vor allem den Schaben „feuchte“ Zonen zu bieten, da diese sich einige Male häuten bis sie ihr adultes Alter erreicht haben, und somit geht die Häutung reibungsloser.
Anfangs hatte ich die Jungen auch in normalen Boxen, da konnte ich aber beobachten, dass immer wieder Schaben in ihrer Haut vertrocknen. Jetzt habe ich super Entwicklungszeiten und Überlebensraten in meiner Aufzuchtbox.
Man kann sich auch weiße Asseln mit in die Aufzuchtbox setzen, die Kot und übriggebliebenes Futter fressen oder Schabenhäute! (Putzpolizei) ;)
Nebenbei haben die Asseln den feuchten Bodengrund, den sie brauchen!
Bild Nr. 13 und 14


Futter:
Schaben fressen eigentlich so ziemlich alles!
Paprika, Tomaten, Zucchini, Salat, Karotten etc. Biologische Abfälle aus der Küche kann man auch als Frischfutter verwenden. Jeden Tag bzw. jeden zweiten Tag sollte man frisches Futter in die Box geben. Länger als 2 Tage würd ich Frischfutter nicht drin lassen!
Worauf meine Schaben richtig abfahren, sind Bananen, Rosinen und Äpfel.
Was als Trockenfutteri gut ankommt, ist Hundetrockenfutter sowie Gemüse-Pellets etc. und dann gibt’s noch die Hundetrockenfutterflocken mit Ei usw.
Frosti-Knödelfutter:
Hundetrockenfutter und -flocken mit getrocknetem Gemüse und Eier etc., Brekkis oder so.. altes Brot und Semmeln in eine große Schüssel geben und zu einem Knödelteig aufweichen lassen! Korvimin oder Herpetal Vitaminpulver mit reinmischen. Man kann auch Gemüse kleinschnipseln und auch beigeben. Das alles dann zu kleineren Knödeln drehen und einfrieren.
Direkt gefrorene Knödel in die Box legen, man braucht sie nicht extra auftauen.
Ananas, Kiwi, Melone auch in kleine handliche Stücke schneiden und auch einfrieren. Kann dann leicht aus den Tupper- Boxen rausgebrochen werden und macht nur einmal im Monat Arbeit genauso wie die Futterknöel.
Ich hab auch noch das billige Seelachsfilet aus dem Aldi, welches auch eingefroren ist und ab und an in Stücken dazugegeben wird!
Golliwoog wird auch gern angenommen. Getrocknete Kräuter, Gras und Blätter etc. werden ab und an auch gefressen. Blütenpollen sind auch nicht ohne.
Bei großem Hunger kanns auch vorkommen dass sie Papier, Eierkartons oder Holz anknabbern!
Man bedenke bei der Fütterung der Schaben, dass eure Agamen diese später fressen, deswegen päppel ich auch meine mit Korvimin hoch.
Bild. 25, 26


Ich hoff, der Beitrag hat euch ein wenig geholfen!
Mfg Mikel
Alias Elmurazor
Aktualisiert ( Freitag, den 20. November 2009 um 11:30 Uhr )
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